Infinity und kein Ende abzusehen…

Gestern hatte der Wetterbericht den ganzen Tag lang für die Nacht konstant guten Himmel vorhergesagt und so hatte ich nachmittags schon einiges vorbereitet. Als wir schließlich gegen 22:00 Uhr von Freunden zurückkamen, bin ich dann auch direkt in meine kleine Sternwarte marschiert.

Vorweg: ich bin weiterhin begeistert von meiner neuen Atik Infinity! Was die mir aus dem Bonner Stadthimmel (!) heraussaugt, ist teilweise wirklich phänomenal. Und das ohne spezielle Filter oder so was….

Zuerst einmal der Iris-Nebel (NGC 7023). 20 Aufnahmen à 20sec Belichtungszeit, live am PC gestackt mit der Infinity-Software (120mm Refraktor, f/7.5).

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Danach kam M74 an die Reihe, der noch nicht sonderlich hoch stand. Gleiche Daten wie beim Iris-Nebel.

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Und zum Schluss M33, der Dreiecksnebel. 20x15sec, sonst wie oben.

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Danach wollte ich mich eigentlich noch M110, dem Begleiter von M31 zuwenden, als sich mit einem lauten ‚Peng!‘ mein Sternwarten-PC verabschiedete.

Und deshalb ist hier auch finito….

Nachtrag: Auf dem Motherboard ist ein Elko explodiert. Mal schauen, was ich da mache… Vorerst muss der Laptop einspringen.

4 Comments
  1. Hallo Peter,
    ich überlege mir ja seit einiger Zeit auch eine Atik Infinity zuzulegen und hätte da mal ein paar Fragen an Dich.

    1.) Kann man mit der Atik Infinity auch während der Aufnahme guiden ?
    (soll heißen mit der Kamera über einen PC ein Himmelsobjekt filmen und
    gleichzeitig die Kamera mit dem Guidinganschluss der Montierung verbinden
    und guiden ? )

    2.) Sollte man bei bestimmten Nebeln auch noch einen Schmalbandfilter oder einen Hutech Filter verwenden ?

    3.) Stromanschluß: ist hier auch ein Anschluß mit normalem Steckdosenstecker möglich? ( der Zigraretteranzünderstecker ist schon mit der AZ-EQ 6 belegt)

    4.) in welchem Dateiformat werden die Bilder/Aufnahmen abgelegt Und lassen sich diese problemlos mit Programmen wie fitswork oder Gimp öffnen ?

    5.) werden Einzelbilder oder Filmaufnahmen erstellt oder Beides ?

    Vielleicht kannst Du mir ja ein wenig weiterhelfen ?
    Viele Grüße von Thomas

    • Hallo Thomas,

      1) der Trick bei diesen Kameras ist ja gerade, dass sie die einzelnen Aufnahmen elektronisch selbsttätig zueinander ausrichten und stacken. Separates Guiding benötigst du hierbei nicht. Siehe auch hier : https://abenteuer-astronomie.de/was-ist-eigentlich-live-stacking/

      2) Die Filter helfen wie bei visueller Beobachtung oder sonstigen Aufnahmen auch, aber sie erhöhen auch die Belichtungszeit der Einzelaufnahmen. Hier ist Probieren angesagt.

      3) Wenn du ein passendes Netzteil hast, ja. Ansonsten gibt es auch Zigarettenanzünder-Doppelstecker

      4) Wie die Aufnahmen gespeichert werden, weiß ich jetzt nicht mehr genau (Kameras sind bei mir sozusagen durchlaufende Geräte und ich habe die Infinity nicht mehr). Ich meine aber mich zu erinnern, dass ich immer das .png-Format gehutzt habe.

      5) Es werden mit der dazugehörigen Software Einzelbilder aufgenommen, die live zum Endbild gestacked werden. Daneben gibt es die Möglichkeit, die Kamera mit anderer Steuersoftware auch als ’normale‘ Astrokamera mit allen Möglichkeiten zu nutzen.

      Peter

  2. Danke Peter, das hilft mir schon sehr weiter! Mir war noch nicht bekannt das es auch Zigarettenanzünder-Doppelstecker gibt.

    Eine Frage noch, ich verwende ja ein 200×1000 mm Newton Teleskop. Sollte man hier auch einen Reducer verwenden z.B. um den Flammen- und Pferdekopfnebel aufzunehmen ?
    Reducer gibt es natürlich viele verschiedene. Worauf sollte man da beim Kauf achten ?

    Viele Grüße von Thomas

    • Selbst ein einfacher Reducer für ca. 30,-€ hilft dir da schon viel weiter. Zum einen passt dann bei deinem Teleskop der Orionnebel gerade komplett sein. Zum anderen reduziert der Reducer die Belichtungszeit um den Faktor 4!

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