Auf der Suche nach dem ‚X‘

Ein schönes optisches Phänomen auf dem Mond ist das sogenannte Mond-X. Dieses wird durch die Kraterwände der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach gebildet, die auf ihren oberen Kämmen bereits  beleuchtet werden, während die tieferliegenden Flächen dunkel bleiben. Der Mond ist dabei etwa zur Hälfte beleuchtet (erstes Viertel) und die gesamte Sichtbarkeit dauert nur knapp vier Stunden.

Ich hätte die gestrige Sichtbarkeit beinahe selbst verpasst, obwohl ich sie in einem Artikel in der ‚Sterne und Weltraum‘ vor zwei Monaten noch ausführlich in Zusammenhang mit anderen Mondphänomenen beschrieben habe. Glücklicherweise wurde ich von einem Astrofreund daran erinnert. Trotz einer Wolkenschicht konnte man dann das Mond-X mehr oder weniger gut immer wieder erkennen:

Datei 03.02.17 22 02 00

Bei 300-facher Vergrößerung konnte ich dann mit einem iPhone am Okular meines Teleskops noch diese detailliertere Aufnahme machen:

IMG_1126

Besonders die kurze Sichtbarkeitsphase prädestiniert das Mond-X für eine Zeitrafferaufnahme, für die man natürlich einen klareren Himmel braucht. Vielleicht beim nächsten Mal?

 

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